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Definition

"Angst" ist abgeleitet von dem lateinischen Begriff "angustiae", was "Enge, Klemme" bedeutet. Vom Gefühlserleben her beschreibt Angst demgemäß auch einen inneren Zustand von Enge, Beklemmung, Eingeschränkt-Sein. Man könnte sagen, im Angstzustand ist der Mensch energetisch innen größer als außen; ein inneres Potenzial will sich entfalten, aber es steht ihm nicht genug Raum dafür zur Verfügung. Im Zustand der Angst ist der Mensch abgetrennt von seinen persönlichen Bewältigungspotenzialen, hat oft nicht einmal eine Idee, wie eine Situation gemeistert werden könnte.

Wesen der Angst

Wer unter Ängsten leidet, konnte in der Regel nicht die passenden Erfahrungen von Sicherheit, Geborgenheit und Akzeptiert-Sein verinnerlichen, sodass das Vertrauen in sich selbst und in die Welt sich nicht verankern konnte. Angstvolle Menschen fürchten schon den Schatten möglicher Ereignisse - es braucht gar nichts geschehen zu sein. Jeder Angstpatient weiß, dass nichts tatsächlich so schlimm ist, wie die Angst davor.

Umfassende Angst

Wer eine umfassende Angst dem Leben - allem Neuen, jeder Entwicklung und jeder Änderung - gegenüber entwickelt hat, braucht in der Hypnotherapie eine intensive innere Ermutigung, manchmal regelrecht die Erlaubnis, überhaupt leben zu dürfen. Oft ist es nötig, traumatische Kindheitserfahrungen im Unterbewusstsein neu zu verarbeiten. Menschen, die nur wenig Positives in ihrer Kindheit erfahren haben, können in der Trance aus den Potenzialen ihres einzigartigen inneren Wesens neue, ermutigende und selbstbestärkende Erfahrungen gewinnen. Es ist, als würde die Seele dem betreffenden Menschen im Nachhinein jene Kindheit bescheren, die zu seiner Persönlichkeit wirklich passt und für sein weiteres Leben förderlich ist.

Punktuelle Angst

Bei punktuellen Ängsten wie der Angst vor einer Prüfung, vorm Zahnarzt, vor bestimmten Tieren, vor Höhe, vor großen Plätzen, vor dem Fahren auf der Autobahn oder über Brücken und so weiter geht es darum, bereits verinnerlichte und erprobte Erfahrungen von Kompetenz, von Bewältigungskraft, die der Patient in bestimmten Lebensbereichen zur Verfügung hat, auch auf den angstbesetzten Bereich auszudehnen. Es ist, als wäre in der Angst ein Lebensbereich von der Verbindung mit all den vorhandenen Fähigkeiten abgeschnitten; der muss dann an die allgemeine Energieversorgung - die Versorgung mit Vertrauen in die eigenen Lösungspotenziale - wieder angeschlossen werden.

Physische Folgen und Lösung der Angst

Angst ist ein in höchstem Maße irrationales Gefühl, kann zu physischen Symptomen unterschiedlichster Art führen, von Herzrasen, Asthma, Schweißausbrüchen bis hin zur zeitweiligen totalen Körperlähmung. Gerade weil Angst vom Verstand her oft nicht zu beeinflussen, manchmal auch gar nicht zu verstehen ist, gelingt die Lösung der Angst mittels Hypnose sehr gut; denn man setzt hier direkt am Unterbewusstsein an, löst die Angst dort, wo sie auch entstanden ist. Und das Bewusstsein braucht dann nur noch den neuen, angstfreien Zustand wahrzunehmen und zu nutzen für all das, was vorher nicht möglich war.

Erlösung von der Angst

Oft wird von den Patienten bereits nach einer ersten Hypnose von Gefühlen der Erleichterung, der Zuversicht, der zunehmenden inneren Weite berichtet. Diese neue Qualität der persönlichen Wirklichkeit verstärkt sich zunehmend. All die Einschränkungen, die sich jemand hatte auferlegen müssen, um die Angstsituationen zu vermeiden, und auch die peinigenden, angstbegleitenden Körpersensationen verlieren mehr und mehr an Bedeutung und verschwinden oft völlig aus dem Bewusstsein.

letztes Update: 15.03.2015